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Wissenswertes

Wir präsentieren Ihnen auf dieser Seite informative Berichte und nützliche Tipps zu den Themen Hausbau, Renovierung, Modernisierung und Umbau. Schauen Sie immer mal wieder vorbei, die Inhalte werden von uns regelmäßig aktualisiert.

Baunebenkosten vor dem Hausbau Teil 3

Erdabfuhr, Baustraße und Kranstellplatz 

Abfuhr der überschüssigen Erde

Die ausgehobene, aber überschüssige Erde wird in der Regel nur neben der Baugrube gelagert. Wer hier aber den überschüssigen Boden nicht haben möchte, muss sich um Entsorgungsmöglichkeiten Gedanken machen. Meist lässt sich ein Teil des überschüssigen Bodens auf dem eigenen Grundstück lagern, aber auch Nachbarn können die Erde vielleicht gebrauchen. Wenn dann trotzdem etwas übrigbleibt, dann sollte geprüft werden, ob die überschüssige Erde abgefahren werden kann. Hier fallen Kosten für Bagger, LKW, Personal, aber auch für die Abgabe bei der Deponie an. Insgesamt entstehen Kosten von 11 bis 16 Euro pro Kubikmeter.

Baustraße und Kranstellplatz

Damit die schweren Baufahrzeuge auf dem Weg zum Bauplatz nicht stecken bleiben, kann eine Baustraße sinnvoll sein. Denn in der Wiese werden diese Fahrzeuge einsinken und sie zu bergen, kann sehr teuer werden. Idealerweise wird der Mutterboden abgeschoben und mit Schotter oder Recyclingmaterial eine Baustraße errichtet. Das Material dafür kann später als Untergrund für die Zuwege zum Haus oder für den Autostellplatz genutzt werden.

Unverbindliche Beispielrechnung

Abschieben von Mutterboden mit seitlicher Lagerung      ca. 2,50 €/m²

Lieferung und Einbau von Material zum verdichten      ca. 8,50 €/m²

Mutterboden abschieben und seitlich lagern      ca. 2,50 €/m²

Gesamtkosten bei einer Baustraße mit 20 m²      ca. 210,00 €/m²

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(Quelle: massivhaus.de)

Baunebenkosten vor dem Hausbau Teil 2

Baugenehmigung und Aushub für Keller oder Bodenplatte

Kosten für die Baugenehmigung

Ein weiterer Kostenfaktor beim Hausbau ist die Baugenehmigung. Sie muss vor jedem Hausbau beantragt werden und die Kosten dafür erfahren Bauherren oft erst mit dem Gebührenbescheid. Dieser wird heute immer häufiger zuerst versandt. Bevor die Rechnung des Bauamtes nicht beglichen ist, erfolgt die Zusage für die Baugenehmigung in vielen Ländern nicht mehr. Grund dafür sind vermutlich viele Zahlungen, die ausgeblieben sind.
Umso wichtiger ist es, den einmal erhaltenen Bescheid über die Gebühren und Kosten schnellstmöglich zu begleichen. Eine konkrete Aussage, wie hoch die Kosten für die Baugenehmigung ausfallen, ist nicht möglich, da verschiedene Faktoren auf die Kosten Einfluss nehmen.

Zu diesen zählen:

  • aktuelle Gebührenordnung der zuständigen Gemeinde,
  • umbauter Raum des Hauses,
  • aktuelle Gebührenordnung der zuständigen Baubehörde,
  • zusätzlich genehmigungspflichtige Bauten, wie Garagen,
  • weitere benötigte Genehmigungen, etwa für eine Wärmepumpe,
  • anfallende Kosten für die Baugenehmigung / Bauanzeige,
  • Kosten für den Rohbau des Hauses u. v. m.

Im Durchschnitt kann man jedoch von Kosten zwischen 400 und 800 Euro für ein Einfamilienhaus ausgehen, das etwa 100 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche aufweist. Damit ist unser Beispiel bereits auf einen Preis von über 46.000 bzw. 50.000 Euro angestiegen.

Aushub für Keller oder Bodenplatte
Die Kosten für den Aushub der Bodenplatte sind abhängig von der Bodenbeschaffenheit und den weiteren Leistungen, die verlangt werden. In der Regel werden sie pro Kubikmeter berechnet, wobei ein Kubikmeter festen, nicht aufgelockerten Bodens angenommen wird. Der Aushub wird nicht abtransportiert oder entsorgt.

Unterschieden wird bei der Berechnung in verschiedene Bodenklassen:

  • Bodenklasse 3 – 5 = sehr einfach auszuhebender Boden
  • Bodenklasse 2 = Böden mit hohem Wassergehalt
  • Bodenklasse 6 = sehr felsige, tiefe Böden
  • Bodenklasse 7 = sehr felsige, tiefe Böden, wobei sich die Felsen sehr schwer lösen lassen
    Gehen wir von einem Boden der optimalen Bodenklasse 3-5 aus, so fallen hierfür zwischen 3,80 und 4,30 Euro pro Kubikmeter an.

Die ausgehobene, aber überschüssige Erde wird in der Regel neben der Baugrube gelagert. Wer hier aber den überschüssigen Boden nicht haben möchte, muss sich um Entsorgungsmöglichkeiten Gedanken machen. Meist lässt sich ein Teil des überschüssigen Bodens auf dem eigenen Grundstück lagern, aber auch Nachbarn können die Erde vielleicht gebrauchen.
Wenn dann trotzdem etwas übrig bleibt, dann sollte geprüft werden, ob die überschüssige Erde abgefahren werden kann. Hier fallen Kosten für Bagger, LKW, Personal, aber auch für die Abgabe bei der Deponie an. Insgesamt entstehen Kosten von 11 bis 16 Euro pro Kubikmeter.

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(Quelle: massivhaus.de)

 

Baunebenkosten vor dem Hausbau Teil 1

Bodengutachten und Vermessung

Bodengutachten

Vor dem Hausbau sind noch eine ganze Reihe von Dingen zu erledigen. Zu diesen gehört das Baugrundgutachten; auch bekannt als Bodengutachten. Das Bodengutachten gibt ein großes Maß an Sicherheit für künftige Bauherren. Die Kosten für ein durchschnittliches Baugutachten belaufen sich hierbei auf ca. 1.000 Euro. Wird ein detailliertes Baugutachten benötigt, so können die Kosten hierfür zwischen 2.000 und 2.500 Euro liegen. Dadurch lassen sich Schäden am Bau weitestgehend ausschließen. Es muss durchgeführt werden, um festzustellen, ob der Grund und Boden überhaupt zum Bau des geplanten Hauses geeignet ist. Dafür führen die Gutachter auf dem Grundstück kleine Testbohrungen durch, um die Bodenbeschaffenheit festzustellen. Normalerweise sollte das daraus resultierende geotechnische Gutachten bereits beim Grundstückskauf erstellt worden sein. Dies ist aber nur bei voll erschlossenen Grundstücken der Fall.

Vermessung

Auch die Vermessungskosten zählen zu den Baunebenkosten. Die Vermessung des Grundstücks muss vor dem eigentlichen Bau stattfinden, da die sich daraus ergebenden Unterlagen für den Bauantrag eingereicht werden müssen. Das ist auch einer der Gründe, warum viele Banken sich weigern, die Kosten für die Vermessung mit zu finanzieren und vom Bauherrn verlangen, dass diese Kosten vom Eigenkapital finanziert werden.

Wichtige Unterlagen, die im Rahmen der Vermessung entstehen, sind der amtliche Lageplan und der objektbezogene Lageplan, der das Gebäude mit ausweist, das entstehen soll.

Die Vermessung wird dabei regelmäßig von einem Vermessungsbüro vorgenommen. Die Kosten sind in der Vermessungsgebührenordnung festgelegt, so dass sie überall nahezu gleich hoch sind. Allerdings ergeben sich häufig Unterschiede in den Kosten zwischen den einzelnen Bundesländern, so dass man sich auf jeden Fall einen Kostenvoranschlag erstellen lassen sollte. Im Schnitt muss man mit Vermessungskosten in Höhe von 2.000 bis 3.000 Euro rechnen.

zum PDF (Bodengutachten und Vermessung)

(Quelle: massivhaus.de)

 

Schadstoffe im Haus: Richtig sanieren

Umweltgifte und Schadstoffe im Haus können eine gesundheitliche Gefahr darstellen. Asbest, Radon und Co. sollte man deshalb durch Sanierung beseitigen. Schadstoffe und Umweltgifte im Haus – etwa Schimmel, Asbest oder Radon – können die Gesundheit erheblich belasten. Eine Sanierung ist oft nötig. Und die sollte gerade bei Asbest immer von einem Fachmann ausgeführt werden.

Die gute Nachricht zuerst: Nicht alle Häuser, in denen Asbest verbaut wurde, müssen dringend saniert werden. Denn das Material ist nur dann gefährlich, wenn feine Asbestpartikel in die Atemluft gelangen können. Manches alte Baumaterial ist zwar mit Asbest belastet, es emittiert jedoch keine Fasern. Allerdings ist Vorsicht geboten: So darf man zum Beispiel in solches Material nicht bohren, weil dann sofort Partikel freigesetzt werden.

Bisweilen ist aber doch eine Asbestsanierung erforderlich. Und eine solche ist teuer und darf unter keinen Umständen vom Heimwerker selbst vorgenommen werden. Denn Asbestpartikel können Krebs verursachen, auch wenn die Erkrankung oft erst Jahrzehnte später eintritt. Asbestsanierungen werden von spezialisierten und entsprechend ausgerüsteten Firmen angeboten. Unter bestimmten Umständen können die Kosten einer solchen Sanierung als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist jedoch nur unter der Voraussetzung möglich, dass eine gesundheitliche Gefährdung der Bewohner auch tatsächlich vorliegt. Und dies ist vielfach nicht der Fall, wenn zum Beispiel die Fassade mit asbesthaltigen Platten verkleidet ist.

Spezialfall: Asbest-Nachtspeicheröfen
Manche Nachtspeicheröfen älteren Baujahrs enthalten asbesthaltiges Dämmmaterial. Solange die Öfen verschlossen bleiben, sind sie zwar ungefährlich, da keine Asbestfasern austreten können. Eine Entsorgung ist allerdings kostspielig, da die schweren Geräte nicht einfach in der Wohnung in ihre Einzelteile zerlegt werden können.

Unsichtbare Gefahr: Radon
Radon ist ein radioaktives Edelgas, das als Zerfallsprodukt langsam von der Erdkruste Richtung Erdoberfläche gelangt und dort austritt. In manchen Gegenden ist die Belastung sehr gering, in anderen infolge bestimmter geologischer Gegebenheiten höher. Im Freien erreichen die Radonwerte keine für den Menschen kritischen Werte. Gelangt das Edelgas aber über den Keller ins Haus, können unter Umständen zu hohe Konzentrationen erreicht werden, das Lungenkrebs-Risiko steigt signifikant.

In Gegenden mit erhöhter Radon-Konzentration sollte deshalb beim Neubau auf eine radondichte Konstruktion Wert gelegt werden. Die jeweiligen Landesämter für Umwelt oder die Gemeinden können hier Auskunft geben. Bei der Altbausanierung kann die Belastung durch Abdichten kritischer Stellen minimiert werden. Auch durch künstlichen Über- oder Unterdruck sowie durch häufigeres Lüften kann die Belastung gesenkt werden. Auch Radon hemmende Beschichtungen schaffen Abhilfe. Lediglich bei sehr hohen Belastungen sind in der Regel umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Schimmel
Es gibt zigtausend verschiedene Schimmelpilzarten und einige davon können in Wohnräumen eine erhebliche Gesundheitsgefahr darstellen. Genauer gesagt sind es nicht die Schimmelpilze selbst, sondern deren Sporen. In machen Fällen ist der Schimmelbefall gar nicht sichtbar. Ob und mit welcher Gattung eine Wohnung belastet ist, lässt sich mithilfe spezieller Labortests feststellen. Dabei müssen nur einige Petrischalen mit Nährlösungen einige Stunden in den Räumen aufgestellt und zur Analyse in spezialisierte Labore geschickt werden.

Auch bei sichtbarem Schimmelbefall gilt: Einfaches Wegwischen hilft nur für kurze Zeit. Auch das Besprühen betroffener Stellen mit Anti—Mitteln sorgt nur kurzzeitig für Linderung. Die Ursache muss beseitigt werden. Und die lautet in der Regel: zu viel Feuchtigkeit. Diese ist in Verbindung mit organischen Baustoffen wie Tapeten und Dispersionsfarben sowie Temperaturen, die typischerweise in Wohnungen vorherrschen, ein guter Nährboden für Schimmel.

Die Vorgehensweise bei der Schimmelsanierung lautet daher immer: Erst die Ursache ermitteln, dann die schadhaften Stellen sanieren. Diese sind großflächig zu entfernen, einfaches abwischen und drüber streichen reicht nicht aus.

Weichmacher, Lösungs- und Holzschutzmittel
Insbesondere PVC-Böden können Weichmacher enthalten, die die Gesundheit schädigen können. Auch Holz kann gesundheitsschädigende Holzschutzmittel enthalten – dies gilt vor allem für ältere Einbauten, denn Pentachlorphenol (PCP) wurde zum Beispiel erst 1989 verboten. Da sowohl PVC als auch belastetes Holz noch nach vielen Jahren die Schadstoffe in den Innenraum abgeben, sollten diese entfernt werden. Auch beim Umgang mit Lösungsmitteln sollte vorsichtig vorgegangen werden: So sollten Lacke am besten bei geöffneten Fenstern verarbeitet werden. Bei Kauf sind schadstoffarme Produkte mit entsprechender Kennzeichnung zu bevorzugen.

Alte Bleirohre
Bleirohre finden sich noch in vielen alten Häusern, sie wurden in manchen Teilen Deutschlands erst 1973 verboten, in Süddeutschland schon vor mehr als 100 Jahren. Gefahr droht, weil durch in solchen Rohren stehendes Wasser Blei mit ausgespült werden kann. Dieses kann das Nervensystem schädigen und die Blutbildung beeinträchtigen. Der Austausch alter Bleirohre gegen bleifreie ist deshalb anzuraten. Für die Bleikonzentration im Trinkwasser gelten Grenzwerte, die Anfang 2013 weiter verschärft wurden. Werden diese Werte überschritten, ist der Hauseigentümer gesetzlich verpflichtet, die Rohre zu sanieren.

zum PDF (Schadstoffe im Haus)

(Quelle: bauen.de / Autor: Frank Kemter)

 

Warum Barrierefreiheit

Bei dem Stichwort barrierefrei sanieren, keimt häufig sofort der Gedanke an altersgerechtes Umbauen oder eine behindertengerechte Renovierung der eigenen vier Wände auf. Doch Barrierefreiheit ist nicht unbedingt eine Frage des Alters oder des Vorhandenseins körperlicher Einschränkungen. Auch ohne Handicap ist ein gewisses Maß an Barrierefreiheit erstrebenswert, erhöht es doch den Wohnkomfort und hebt gleichzeitig den Wert des Wohnobjekts. Ebenso genießen Eltern mit kleinen Kindern ein barrierefreies Heim, und das nicht nur im Wohnbereich, sondern auch in den Außenanlagen.

 

Design für alle

Per Definition versteht man unter Barrierefreiheit die Gestaltung der (baulichen) Umwelt, so, dass sie sowohl von älteren Menschen, als auch von Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderung gleichermaßen komfortabel genutzt werden kann. Die barrierefreie Gestaltung des Wohnraums wird daher auch als „universelles Design“ oder mit dem Begriff „Design für Alle“ bezeichnet und verdrängt die alten Bezeichnung „behindertengerecht“ zunehmend.

 

Unterschiedliche Bedürfnisse

Welche Bedürfnisse Menschen an ihren Wohnraum stellen, hängt aber dennoch stark von Alter, körperlicher Konstitution und familiärer Situation ab. Einige Lebenssituationen sind nur vorübergehender Natur, etwa Kleinkinder oder Pflegebedürftige im Haushalt, andere dauerhaft. Bestimmte Ausstattungen und Größenverhältnisse im Wohnbereich sind jedoch für alle Konstellationen eine Bereicherung und machen eine dauerhafte und uneingeschränkte Nutzung möglich.

 

Demografischer Wandel

Ein Blick auf den demografischen Wandel verdeutlicht schnell, dass Barrierefreiheit immer mehr Präsenz erfordert und zu einer zentralen Herausforderung für die Menschheit wird. Schon heute ist barrierefreier Wohnraum Mangelware. Ohne den altersgerechten Umbau von Gebäuden ist ein langes und selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung aber für viele kaum möglich, das Teilhaben am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben nicht durchführbar. Wer schon jetzt beim Hausbau gewisse Maßnahmen umsetzt, wirkt diesem Trend sinnvoll entgegen und sorgt für die Zukunft vor.

zum PDF (warum Barrierefreiheit)

(Quelle: http://www.sanier.de)

Förderung für die barrierefreie Badsanierung

Zinsgünstiger Kredit oder Zuschuss erleichtern BadumbauZinsgünstiger Kredit oder Zuschuss erleichtern Badumbau

Wer bei der Badsanierung auf Barriefreiheit setzt, kann bei der KfW einen zinsgünstigen Kredit beantragen. Die Förderung über bis zu 50.000 Euro erhalten Hausbesitzer im Programm 159 Altersgerecht Umbauen. Alternativ gibt es im Programm 455 Zuschüsse. Experte Alexander Neumann erläutert, worauf bei der barrierefreien Badsanierung geachtet werden muss.

Hausbesitzer, die ihr Bad barrierefrei umbauen, können mit dem KfW-Kredit bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten finanzieren, dazu gehören auch Nebenkosten wie Planungs- und Beratungsleistungen. Maximal 50.000 Euro Förderkredit pro Wohneinheit gewährt die KfW. Den Antrag auf Förderung stellen Hausbesitzer über ihre Hausbank vor der Badsanierung.

Wer keinen Kredit benötigt, kann für die Sanierungsmaßnahmen zur Barrierefreiheit bei der KfW-Bank einen Zuschuss beantragen (Programm 455). Finanziert werden 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (max. 5.000 Euro pro Wohneinheit). Alternativ können für den Förderstandard „Altersgerechtes Haus“ Zuschüsse in Höhe von 12,5 Prozent der förderfähigen Investitionskosten bei der KfW-Bank beantragt werden (max. 6.250 Euro pro Wohneinheit).

Technische Mindestanforderungen für die Förderung des barrierefreien Bades:

Für den barrierefreien Badumbau mit Förderung müssen alle Arbeiten von einem Fachunternehmen des Bauhandwerks durchgeführt werden. Dabei gelten die Anforderungen der DIN 18040-2 Barriefreiheit.

Diese technischen Mindestanforderungen gelten für das barrierefreie Bad:

  • Mindestens 1,80 Meter x 2,20 Meter muss das Bad groß sein. Kann das nicht eingehalten werden, muss vor den Sanitärobjekten (Waschbecken, WC, Dusche) eine Bewegungsfläche von mindestens 0,9 Meter Breite und 1,20 Meter Tiefe vorhanden sein. Die Bewegungsflächen dürfen sich aber überschneiden. Zusätzlich muss der Abstand zwischen den Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand mindestens 0,25 Meter betragen.
  • Eine spätere Nachrüstung von Sicherheitssystemen muss vorbereitet werden.
  • Eine bodengleiche Dusche mit rutschfestem oder rutschhemmendem Bodenbelag ist Pflicht. Ist das nicht möglich, darf die Dusche maximal 20 Millimeter tiefer liegen, als der Boden im Bad. Der Übergang sollte möglichst als geneigte Fläche und nicht als Stufe ausgeführt werden.Das Waschbecken muss mindestens 0,48 Meter tief sein und auf der benötigten Höhe montiert werden. Damit das Waschbecken auch im Sitzen genutzt werden kann, muss der Knieraum frei bleiben.
  • Das WC sollte höhenverstellbar sein oder bereits nach dem Bedarf der Nutzer angebracht werden.
  • Die Badewanne darf eine maximale Einstiegshöhe von 0,50 Metern aufweisen. Alternative: eine Badewanne mit seitlichem Türsteinstieg oder eine Badewanne, die mit einem mobilen Liftsystem unterfahrbar ist.

Die Kombination mit anderen öffentlichen Förderungen ist möglich, die Förderung muss vor Beginn der Badsanierung beantragt werden. 

barrierefreie Badsanierung (zum PDF)

(Quelle: Dipl.-Ing. Alexander Neumann / www.energie-fachberater.de)

Altbausanierungen: 10 Irrtümer über die Sanierung im Altbau

Viele Bauherren schrecken davor zurück, ihr Haus zu sanieren. Sie befürchten, dass Altbausanierungen teuer, langwierig und nicht effektiv sind. Wir räumen auf mit typischen Missverständnissen.

1 Altbausanierungen sind nur etwas für Romantiker
Nein, nicht nur! Natürlich hat der Charme alter Häuser eine große Wirkung, aber Altbauten haben auch Vorzüge, die über die reine Ausstrahlung hinausgehen. Unter ökologischen Gesichtspunkten liegt der Altbau, selbst wenn er bis auf die Grundmauern saniert werden muss, meistens vorne. Denn: Allein die Errichtung des Rohbaus macht 50 Prozent des Gesamtenergieaufwands eines Neubaus aus.
2 Immer erst die Fassade dämmen
Es ist sinnvoll zu prüfen, ob eine Fassadendämmung bei der Sanierung im Altbau effektiv ist – es gibt aber keine grundsätzliche Pflicht für Bauherren, die Fassade zu dämmen. Erst wenn bei ohnehin anstehenden Maßnahmen mehr als zehn Prozent der Fläche neu verputzt werden, sind Hausbesitzer verpflichtet, diese Fassade entsprechend der Vorgaben der Energieeinsparverordnung zu dämmen.
3 Alternative Heizsysteme rechnen sich im Altbau nicht
Viele innovative Heizsysteme funktionieren tatsächlich besser in Gebäuden mit geringem Wärmebedarf. Aber auch Altbauten lassen sich entsprechend dämmen. Und für die wirtschaftliche Nutzung von Mini- oder Mikro-BHKWs kann ein hoher Wärmebedarf sogar vorteilhaft sein.
4 Aus einem Altbau kann kein Effizienzhaus werden
Falsch: Durch eine Sanierung im Altbau kann sogar Passivhausstandard erreicht werden! Kombiniert werden dabei in der Regel eine nachträgliche Wärmedämmung, die Optimierung der Fenster und der Heizung. Welcher Energiestandard erreicht wird, hängt vor allen Dingen von der Dicke der Dämmung ab. Dafür müssen allerdings die konstruktiven Voraussetzungen vorhanden sein oder geschaffen werden können.
5 Im Altbau können wir unsere Wohnwünsche nicht verwirklichen
Wieder falsch: Auch ein Altbau lässt sich an die eigenen Wohnbedürfnisse anpassen. Und zwar mit folgendem Vorteil: Man sieht, was einem fehlt und was man gerne ändern würde, ohne sich mühsam in Pläne hineinlesen zu müssen. Richtig ist allerdings auch, dass Umbaumaßnahmen im Altbau kompliziert sein können und daher von einem Fachplaner begleitet werden sollten.
6 Will ich mein Haus energetisch sanieren, bekomme ich kaum Fördergelder
Falsch. Die KfW bietet auch Bauherren, die ihr Haus energetisch sanieren wollen, Fördergelder in Form von zinsgünstigen Krediten oder Zuschüssen. Dabei werden sowohl Komplettsanierungen als auch Einzelmaßnahmen stattlich gefördert. Eine professionelle Baubegleitung durch einen Sachverständigen kann ebenfalls bezuschusst werden.
7 Denkmalgeschützte Häuser sollten energetisch nicht saniert werden
Eine alte Fachwerkhaus-Fassade kann mit einer Innendämmung nicht die gleichen Werte erzielen wie eine 60er-Jahre-Fassade mit Wärmedämmverbundsystem in maximaler Dicke. Aber auch mit einer Dachdämmung, einem Heizungs- und einem Fenstertausch können energetische Verbesserungen von bis zu 60 Prozent erzielt werden.
8 Die Sanierung im Altbau ist ein Fass ohne Boden
Nicht, wenn man sie gut vorbereitet. Damit eine Sanierung nicht zu einer Verkettung endloser Maßnahmen wird, sollte der erste Schritt immer die Beratung durch einen Sachverständigen sein. Dieser wird sowohl Aussagen über die vorhandenen Bedingungen machen können als auch einen sinnvollen Sanierungsfahrplan festlegen.
9 Nach der energetischen Sanierung schimmelt mein Haus
Immer wieder hört man die Mär von dem Haus, das nicht mehr atmen kann. Häuser können nicht atmen, auch nicht vor der Sanierung. Damit ein Haus die Wärme hält, muss es luftdicht sein. Entweicht unentwegt Luft durch Ritzen und Fugen, entstehen unnötige Wärmeverluste. Um Schimmel zu vermeiden, muss ausreichend mechanisch oder manuell gelüftet werden.
10 Bei der Elektro-Sanierung müssen alle Wände aufgestemmt werden
Fertiginstallationen können auch in Fußleisten oder Deckenprofilen verlegt werden, sodass nicht gleich das gesamte Haus beim Sanieren im Baustaub versinkt. Soll das Haus mit intelligenter Haustechnik nachgerüstet werden, kann statt der Verlegung der Steuerleitungen ein nicht ganz so leistungsfähiges Funk-Standard-System installiert werden.

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(Quelle:www.bauemotion.de)

Wie sinnvoll ist eine Außendämmung?

Die Bundesregierung hat große Pläne, will sie doch bis 2050 sämtliche Gebäude energiedicht machen. Aus ökologischer Sicht eine Katastrophe, denn meistens greifen Hausbesitzer nicht zu ökostrohversetztem Lehm oder Kalziumsilikatplatten, sondern zu preisgünstigen Schaumdämmplatten, für dessen Herstellung Erdöl benötigt wird. Die Dämmstoffindustrie wirbt mit massivem Energiesparpotential: bis zu 85% Einsparung der Heizkosten sei durch Dämmung möglich, heißt es. Wie sinnvoll ist eine Außendämmung? Doch stimmt das wirklich?

Eine Untersuchung des IBP-Instituts für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft machte bereits 1985 darauf aufmerksam, dass eine Wärmedämmung nicht in jedem Fall den Heizenergiebedarf verringert. Eine Studie des Hamburger Gewos-Instituts stützt die Erkenntnisse der Fraunhofer Gesellschaft. Man verglich über Jahre den Heizenergieverbrauch von Mehrfamilienhäusern (massive Ziegelwände) mit dem Verbrauch von Häusern mit zusätzlicher Außenwanddämmung.

Das Ergebnis überraschte: Der Jahresbrennstoffverbrauch war in dieser Untersuchung bei Häusern mit ungedämmter Massivwand deutlich niedriger als bei den gedämmten Gebäuden. Daraus wurde ein einfacher Grund gefolgert: Während massive Mauern sogar im Winter die Wärme der Sonneneinstrahlung speichern, ist dies bei einer Außendämmung nicht möglich. Die dicken Kunststoffmassen an den Außenwänden verhindern, dass die Massivmauern aufgewärmt werden. Auch im Frühjahr dauert es wesentlich länger, gedämmte Außenwände durch Sonneneinstrahlung aufzuwärmen.

Die Platten haben aber noch weitere Nachteile. Nicht selten entstehen auf den Platten Moos und Algenbildung. Das größte Problem, was die Kunststoffplatten verursachen, betrifft die Entsorgung als Sondermüll und damit auch die Umwelt. Schon heute kleben hierzulande etwa 800 Millionen Quadratmeter Dämmplatten an den Außenfassaden, Tendenz steigend. Dabei gibt es ökologische Alternativen, wie Innendämmungen aus Kalziumsilikat, die das Klimaziel ebenso erreichen wie die Kunststoffdämmung. Massive Außenmauern können die Sonnenwärme aufnehmen und die Umwelt wird geschont.

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(Quelle: Sanierungsratgeber April/Mai/Juni 2017)

Barrierefreier Umbau – mit Fördermitteln der KfW

Jetzt modernisieren und durch altersgerechten, barrierefreien Umbau heute schon an morgen denken – mit Fördermitteln der KfW.

Jetzt modernisieren und durch altersgerechten, barrierefreien Umbau heute schon an morgen denken – mit Fördermitteln der KfWAls größte deutsche Förderbank unterstützt die KfW alle, die ihr Zuhause vorausschauend und komfortabel umbauen oder modernisieren wollen.

Mit unserem Produkt „Altersgerecht Umbauen“ können Sie Ihre Umbau-Pläne besonders günstig realisieren.

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  • eine Familie gründen,
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Und wenn Sie schon beim Umbauen sind, denken Sie auch an Ihren Energieverbrauch. Mit den Förderangeboten der KfW können Sie parallel zur Neugestaltung Ihres Zuhauses eine energetische Sanierung durchführen.

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Weitere Informationen hierzu erhalten Sie direkt bei der KfW oder auch auf der Homepage www.kfw.de.

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